Durch die Einführung des Internets und die Entwicklungen auf dem Mobilfunkmarkt, wurden neue digitale Kommunikationswege für unsere Gesellschaft ermöglicht

Um insbesondere Kinder und Jugendliche vor digitalen Gefahren zu schützen, ist eine vernetzte und ressortübergreifende Zusammenarbeit unterschiedlicher Behörden und Institutionen ein wichtiger Faktor in der medienkompetenten Erziehung.

Das Internet kann sowohl über den Computer als auch über das Handy genutzt werden. Hierbei ist entscheidend, Schutzmechanismen von Seiten der Provider zu entwickeln und einzuführen, die die Kinder und Jugendlichen mit zunehmendem Alter an die Inhalte des Internets heranführt und den Zugriff auf jugendgefährdende Seiten erschwert.

Die digitalen Medien sind ein wichtiger Bestandteil der heutigen Erziehung und sollten demnach auf keinen Fall vernachlässigt werden. Durch die Nutzung des Internets wurde ein fortschrittliches und sehr informationsgefülltes Medium geschaffen, das sich sehr rasant entwickelt hat.

Der verantwortungsbewusste Umgang mit den neuen Medien ist nicht nur eine gesellschaftliche Aufgabe einzelner Staaten, sondern er beinhaltet ein globales Problem. Jugendschutz im Hinblick auf digitale Medien kann nur nachhaltig Erfolg erzielen, wenn dieser auf die gesamten medialen Angebote, das bedeutet weltweit, gleichrangig angewendet werden kann.

Programm Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK)

Das Programm Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK) verfolgt das Ziel, die Bevölkerung, Multiplikatoren, Medien und andere Präventionsträger über Erscheinungsformen der Kriminalität und Möglichkeiten zu deren Verhinderung aufzuklären. Unter www.polizei-beratung.de kann hierzu die Broschüre “Im Netz der neuen Medien” bezogen werden. Zu den Themen Internet, Handy und Computerspiele – Chancen und Risiken für Kinder und Jugendliche werden hierzu ausführliche Informationen für Lehrkräfte, Fachkräfte in der außerschulischen Jugendarbeit und Polizei ausgeführt.

Kooperation zwischen Polizei und Schulen in Hessen

In Hessen arbeitet die Polizei unter anderem mit den Schulämtern zusammen, um in Vortragsreihen die Schüler- und Lehrerschaft sowie die Erziehungsberechtigten im sicheren Umgang mit Computer und Handy zu sensibilisieren. Die Verantwortung der medialen Erziehung sollte demnach auf mehrere Schultern verteilt werden. Jeder in der Gesellschaft trägt durch ein gesundes Verantwortungsbewusstsein zu einer sicheren Gemeinschaft bei.

Auf dem Bildungsserver des Hessischen Kultusministeriums werden beispielsweise für Lehrerinnen und Lehrer umfangreiche Unterrichtsmaterialien zu dem Thema “Neue Medien” angeboten.

Interministerielle ressortübergreifende Zusammenarbeit in Hessen

Des Weiteren bietet die interministerielle ressortübergreifende Gewaltpräventionsinitative der Hessischen Landesregierung, “Netzwerk gegen Gewalt” (www.netzwerk-gegen-gewalt.de), seit dem 6. Oktober 2008 in Hessen ein Internetangebot an, das unter www.medienkompetenz-hessen.de für Eltern, Lehrer, Polizei und sozialpädagogische Fachkräfte eine Informationsplattform zu den Themen Internet, Computerspiele, Handy und Fernsehen aufbereitet. Dieser Vernetzungsgedanke trägt dazu bei, dass Kinder und Jugendliche durch Erwachsene optimal auf die Zukunft im Zeitalter der digitalen Medien vorbereitet werden.

Erwachsene sollten im kompetenten Umgang mit den digitalen Medien als Vorbilder für Kinder und Jugendliche dienen. Es gilt hierbei die Chancen der Kinder und Jugendlichen im Umgang mit den neuen Medien zu fördern und sie vor jugendgefährdenden Inhalten zu schützen. Es gibt genügend sinnvolle Angebote, um Kinder und Jugendliche sicher und zielgerichtet an die digitalen Medien heranzuführen. Wichtig ist, diese Angebote auch sinnvoll und angemessen anzuwenden.