Die Diskussion ist abgeschlossen

Wozu grün und fair - Hauptsache Handys sind smart, schnell und schick!?

Gammelfleisch, Spielzeug aus Kinderarbeit oder Spritfresser, die Frage in welcher Welt wir leben und welche Welt wir unseren Nachkommen hinterlassen wollen beschäftigt viele Menschen. Immer mehr Verbraucher wollen mit ihrem Konsum bewusst mitentscheiden, wie nachhaltig sie leben - ob beim Frühstücksei, der Waschmaschine oder dem Stromanbieter. Gilt dies auch für den Bereich der mobilen Telekommunikation?

Die moderne Telekommunikation hat sich in den letzten Jahren rasant weiterentwickelt und dabei wie kaum ein anderer Bereich das tägliche Leben verändert. Internet, E-Mail und Social Networks sind dank Smartphone und Tablet überall und jederzeit verfügbar. In immer kürzeren Abschnitten erscheinen dabei neue, noch schnellere “Alleskönner”, die oft bereits nach 6 Monaten technologisch zum “alten Eisen” gehören.

Telefónica Germany hat mit dem Eco Index ein System zur Bewertung der Umwelt- und Sozialverträglichkeit von Handys eingeführt und möchte zur Diskussion stellen, ob und wie ein nachhaltiger Konsum und Lebensstil im Zeitalter von Smartphones, Apps & Co möglich ist.

  • Kauf: Welche Rolle spielt Nachhaltigkeit als Kaufkriterium im Vergleich zu technologischen Innovationen und dem Preis? Wie können sich Verbraucher orientieren und über ökologische und soziale Aspekte von Geräten informieren? Welche Verantwortung tragen Hersteller und Mobilfunkanbieter?
  • Nutzung: Welche Möglichkeiten bieten neue Technologien wie z.B. Smartphone-Apps für Verbraucher, um den eigenen Lebensstil nachhaltiger zu gestalten?
  • Entsorgung: 80 Millionen nicht mehr gebrauchte Handys verstauben in Deutschland in Schubladen – und mit ihnen gigantische Mengen an wertvollen Ressourcen. Warum nutzen Verbraucher die Recylingprogramme von Mobilfunkanabietern so selten?

Diskutieren Sie mit! Expertenbeiträge, weiterführende Downloads und Links sowie eine kurze Umfrage finden Sie in der rechten Spalte.

» Panel-Diskussion: Kann ein Handy grün und fair sein? am 28. Juni 2011

» Kurzzusammenfassung der Ergebnisse der Online-Diskussion (PDF 227KB)

» Zusammenfassung der Ergebnisse der Veranstaltung (PDF 187KB)

» Konsequenzen: Was macht Telefónica Germany mit den Ergebnissen? (PDF 113KB)

Diskussion ist beendet – insgesamt 51 Beiträge:

  1. Birdie schrieb:

    Um es auf eine griffige Formel zu bringen: Nachhaltigkeit und Marktwirtschaft schließen sich auf Produktebene aus!

    Warum? Weil Innovationszyklen (oder zumindest die Geschwindigkeit in der neue Geräte vorgestellt werden) dazu da sind den Kaufimpuls auszulösen. Neuerscheinungen und deren Erfolg treiben jedoch den shareholder Value und damit den Erfolg der Hersteller. D.h. Solange ewiges Wachstum auf Produzentenebene und die Gier immer das neuste haben zu müssen auf Konsumentenebene in unseren ‘globalen Köpfen’ verankert ist, wird sich Nachhaltigkeit im Bereich der elektronischen Konsumgüter NICHT umsetzen lassen.

    Anders sieht es freilich in den Bereichen Recycling und Entwicklung aus. Hier wird nicht ansatzweise resourcenschonend gearbeitet/geforscht, da der Druck kostenseitig NICHT hoch genug ist, bzw. Der Konsument bereit ist, die Produktpreise zu zahlen.

    Datum: 5. Juli 2011 – 11:30 Uhr -
  2. Edgar Gärtner schrieb:

    “Die klügsten Köpfe der Menschheit können weder definieren, was Nachhaltigkeit bedeutet, noch wie lange diese vorhalten soll. Was vom Stockholmer „Geniegipfel“ (O-Ton PIK) bleibt, sind die politisch naiven Träumereien einiger Würdenträger, die nicht merken, dass sie lediglich die Rolle nützlicher Idioten der internationalen Finanzindustrie spielen. Deren Strategie zielt darauf ab, mithilfe des CO2-Zertifikatehandels die globale Kontrolle sämtlicher Kapital- und Stoffströme zu erlangen.”

    Datum: 29. Juni 2011 – 19:43 Uhr -
  3. Ilka Weißbrod schrieb:

    Sehr schöne Beitrage - habe die Diskussion mit grossem Interesse verfolgt [arbeite für Forum for the Future, dem Eco Index NGO Partner und 'Mitentwickler']. Um einige Kernpunkte anzusprechen:

    Gewichtung der einzelnen Eco Index Bereiche - die Gewichtung basiert auf Lebenzyklusdaten und den ersten Rohdaten der Hersteller. Letzteres heißt, dass Fragen, die alle Hersteller mit einem ‘Ja’ [also positiv] beantwortet haben, ein geringeres Gewicht in der Endpunktzahl bekommen. Fragen, bei denen das Herstellerfeld auseinander lag, wurden höher bewertet. Wir haben all Fragen in der Endpunktzahl belassen, weil noch nicht alle Hersteller beim Eco Index dabei sind. Soziale Inhalte sind voll in den Eco Index eingebunden, sowohl im Geschäftsgebaren des Herstellers als auch in der Produktanalyse. Mehr zur Gewichtung im Hintergrunddokument
    http://o2online.de/nw/assets/blobs/pdfs/eco-index.pdf

    Einstelliges Endergebnis – hier scheinen eindeutig Unterschiede zwischen dem Britischen und dem Deutschen Markt zu bestehen! Nach 10 Monaten Entwicklungsarbeit der Bewertungsmethodik haben wir/O2 UK verschiedene Kommunikationskonzepte mit Endverbrauchern getestet. Der klare Tenor war: “Eine Zahl, und es soll ganzheitlich um Nachhaltigkeit gehen. Nicht nur um Teilaspekte!”

    Funktionalität – Uns war es sehr wichtig, diese mit in die Bewertung einzuschließen. 25% in der Endgewichtung war ein sinnvoller Ansatz für uns in der ersten Eco Index Version. Auch wenn einige die indirekten Auswirkungen von ICT [also nicht nur Handys] wesentlich höher ansetzen. Siehe zum Beispiel die 98% in Bezug auf Klimaeinfluss unter http://www.gartner.com/it/page.jsp?id=792412

    Datum: 28. Juni 2011 – 17:57 Uhr -
  4. Stefan schrieb:

    Ich finde den Einwand zu ihrer Antwort unten (bzgl. mangelnder Bemühungen seitens der Unternehmen, die Arbeitsbedingungen zu verbessern) gut:
    Ein “guter Preis” auf dem Elektronik-Weltmarkt und Sozialstandards schließen sich meines Wissens sehr wohl aus.
    In Ihren Ausführungen schreiben nichts zu der Gewichtung: Wieviel zählen denn bei Ihrer Kaufentscheidung die Sozialstandards? Und sind Sozialstandards eher ein “Sahnehäubchen”? Oder sind sie das ausschlaggebende Kriterium?
    Mir ist klar, dass das Hauptgeschäft Ihrer Firma Elektronik ist und nicht Menschenrechte. Dennoch, als Firma mit Geschäftssitz in einem UN Mitgliedsland, bekennen Sie sich zu den grundlegenden Menschenrechten und zu gewissen Arbeitsnormen. So gesehen, dürften die Sozialstandards kein nebensächliches Entscheidungskriterium sein, sondern es müsste konsequenter Weise ein Ausschlussskriterium bei der Kaufentscheidung sein.
    Wie überprüfen Sie die Sozialstandards eigentlich vor Ihrer Entscheidung?

    Datum: 24. Juni 2011 – 15:49 Uhr -
  5. ute köder schrieb:

    Ich bin auch der Meinung Konsum und Nachhaltigkeit wiedersprechen sich nicht. Versuchen mit einem möglichst kleinen CO2 Fußabdruck durchs Leben zu kommen und natürlich Spaß haben.
    Da die Handys und Smartphones ja quasi monatlich “besser” werden scheint es mir wenig sinnvoll die Leute aufzufordern möglichst nicht so oft neue Handys zu kaufen.
    Die einheitlichen Aufladekabel sind ja schon mal ein Schritt in die richtige Richtung -wenn nicht weiterhin automatisch bei jeden neuen Handy ein Kabel dabei ist (wenn ich schon daran denke wieviele verschiedene Kabel bei uns rumliegen und kein Mensch weiß mehr wo das dazugehört).
    Ich glaube, sehr wenige Leute wissen welche wertvollen Rohstoffe in Handy sind - wie die Materialien unter menschenunwürdigen Umständen aus den Bergwerken gewonnen werden. Da brauchts mehr Aufklärung - aber wer soll das machen? Vielleicht wäre es sinnvoll die Hersteller beim Neukauf zur Rücknahme des alten GErätes zu verpflichten.
    Und mir persönlich ist gerade die Idee gekommen bei unserem nächsten Schulfest einem Stand eine Kabeltauschbörse bzw. einen Handyrecyclingstand aufzubauen.

    Datum: 24. Juni 2011 – 15:16 Uhr -
  6. Rosarot schrieb:

    Ich finde handys im allgemeinen schlimm, wenn man mal die ganzen Strahlen bedenkt… naja und bis die produziert sind und alles…hm..ich bin gegen Handys….

    Rosarot

    Datum: 22. Juni 2011 – 21:11 Uhr -
  7. Torsten Mertz schrieb:

    Solar-Ladegeräte
     
    Nachdem ab 2012 Netzteile und Anschlüsse für das Ladekabel bei allen Handys europaweit einheitlich sein sollen, wäre es aus meiner Sicht an der Zeit, wenn solare Ladegeräte eine größere Rolle spielen würden. Sinnvoll wäre es auch, wenn Solarmodule gegebenenfalls bereits in die Geräte integriert wären, sodass man das Handy einfach ans Fenster legen könnte. Hierbei ist aber sicherlich der hohe Stromverbrauch der modernen Smartphones ein Hindernis. Gibt es hier bereits serienreife Entwicklungen?

    Datum: 22. Juni 2011 – 10:57 Uhr -
    • David Sondermann schrieb:

      Bei Solarmodulen sollte man beachten, dass auch diese bei der Herstellung Rohstoffe und Energie verbrauchen. Da muß man möglichen Umweltnutzen und mögliche Umweltschädigung genau gegeneinander abwägen.

      Datum: 22. Juni 2011 – 17:09 Uhr -
    • Markus Sardison, Telefónica Germany schrieb:

      Hallo Herr Mertz,

      solche Geräte sind auch bereits produziert worden, die eingebauten Solarzellen waren bislang aber leider nicht sonderlich effizient. Insofern kann man noch nicht von einer Serienreife sprechen. Solarladegeräte scheinen hier etwas besser abzuschneiden, und es gibt auch schon eine ganze Reihe von Angeboten auf dem Markt. Genauere Untersuchungen zur Leistungsfähigkeit dieser Ladegeräte (auch unter Berücksichtigung des Rohstoff- und Energieeinsatzes bei der Produktion der Ladegeräte, wie auch Herr Sondermann schon anmerkte) stehen meines Wissens aber noch aus. Hier sind wir meines Erachtens noch am Anfang der Entwicklung.

      Viele Grüße
      Markus Sardison

      Datum: 22. Juni 2011 – 18:31 Uhr -
  8. corifee schrieb:

    Ohne alles genau gelesen zu haben, was hier schon steht ein paar andere lose Aspekte:

    Auf Anhieb verstehe ich beim Eco-Index nicht, ob nun eine höhere Punktzahl oder eine niedrigere gut ist.

    Im Film wird genannt, dass 80% der Produkte bei O2 mit Eco-Index versehen sind. Bei meiner wilden Klickerei auf Produkte sind es eher gefühlte 5%. Oder finde ich das nur nicht? (bei einzelnen habe ich was gefunden).
    Das im Film genannten Handy Nokia N7 als “Anführer der Liste” kann ich überhaupt nicht finden bei O2.
    Sehr schade, dass es keinen Filter und keine Übersichtsseite gibt, mit allen Handys die Angaben zum Eco-Index haben.

    Die Unternehmen selbst liefern die Daten für den Index. Ist das nicht etwas blauäugig? Soll ich auf dieSelbstauskunft der Unternehmen vertrauen?
    Gäbe es wenigstens Detailangaben zum Produkt (z.B. der Wert 3,6 setzt sich bei Handy x aus diesen Einzelwerten zusammen) oder die Daten der Hersteller würden veröffentlicht, dann könnte der Nutzer diese Werte prüfen und es gäbe somit einen Kontrollmechanismus.
    Ohne Kontrollmechanismus und nur mit Herstellerangaben ist dieser Index für mich “wertlos”.

    Außerdem wird die Funktionalität mit 25% in meinen Augen viel zu hoch gewichtet. Natürlich ist das ein zu berücksichtigender Faktor. Allerdings kann ich als Nicht-Handy-Nutzer ebenfalls effektiv Methoden zur nachhaltigeren Lebensweise realisieren. Ich finde dieser Aspekt sollte wesentlich niederiger gewichtet werden als z.B. die Materialien oder die Strahlungsstärke. Die Strahlungsstärke wird im übrigen überhaupt nicht bewertet.

    Datum: 16. Juni 2011 – 17:41 Uhr -
    • Holger Rings schrieb:

      @corifee: Über die Zusammensetzung eines Index-Wertes kann man sicher ebenso diskutieren wie über die Schulnoten im Deutsch-Unterricht. Gut finde ich aber, dass überhaupt mal jemand anfängt, Handys nach solchen Kriterien zu bewerten. Sonst kucken die meisten eh nur auf den Preis oder die Coolness eines Handys. Verfeinern kann man ein Ranking ja immer noch, wenn es erstmal etabliert ist.

      Mir ist es beim Kauf schon wichtig, wie umweltverträglich ein Handy hergestellt wird. Wenn ich es genau wissen will, muss ich auch auf den Hersteller zugehen und dessen Angaben vertrauen. Wer, wenn nicht der Hersteller selbst, kann solche Auskünfte geben? Darin sehe ich zunächst kein Problem. Und der SAR-Wert von Handys wird ja überall separat angegeben und ist transparent zugänglich - das ist m.E. auch gut so. Würde man den auch in den Index einrechnen, würde sich hier sicher wieder die Gewichtungsfrage stellen.

      Im Film http://www.youtube.com/watch?v=tCvBI43U93M wird übrigens das Nokia E7 (nicht N7) erwähnt - und das E7 findet man im Online-Shop :-)

      Meine Meinung: Wenn ein weiteres Kriterium wie der Eco Index bei der Kaufentscheidung herangezogen werden kann, dann ist das gut! Schließlich könnte durch den Index auch eine Art Wettbewerb zwischen den Herstellern entstehen, wer den höchsten Wert erreicht - und das würde ich sehr begrüßen. Vor diesem Hintergrund finde ich es übrigens auffällig, dass es offenbar Hersteller gibt, die sich nicht an dem Ranking beteiligen…

      Datum: 22. Juni 2011 – 13:08 Uhr -
  9. Stefan Herzog schrieb:

    … einfach hier klicken: http://www.youtube.com/watch?v=6b3czvwdwVw und jeder Kommentar wird überflüssig.

    So lange wie nicht alle Hersteller zur kompletten Rücknahme und Wiederverwertung verpflichtet sind kommen für mich nur gebrauchte Handys in Frage. Ebay, Netcycler, … bieten genügend Auswahl, wenn Mode und Trends nicht über der Menschenwürde stehen.

    Datum: 16. Juni 2011 – 14:31 Uhr -
  10. Maurice Stanszus schrieb:

    Ich finde drei Sachen werden bei der Diskussion um Nachhaltige Smartphones häufig außer acht gelassen.

    Es sollte nicht nur das Produkt Nachhaltig sein sondern die ganze Firma die dahinter steht. Ich als strategische Konsument gebe ja dem Unternehmen mein Geld. Ob die nun ein tolles Bambushandy mit Solar hinten drauf haben und der Rest wird produziert wie bisher ist auch nicht wirklich ganzheitlich.

    Zweitens sind dann die Produkte von Nachhaltigen Firmen meist günstiger und nicht teurer. Eine Firma die eine energieeffiziente Fabrik hat spart Kosten in der Produktion und schont gleichzeitig die Umwelt. Ist nur die Frage ob dieser Preisvorteil überhaupt weitergegeben wird. Und auch sonst ist ein Handy, das lange und gut funktioniert über die gesamte Lebensdauer eh günstiger für den Nutzer.

    Und drittens ersetzten die richtig guten Smartphones viele andere Geräte. Früher hatten die Leute eine Kamera, eine Videokamera, ein Navi, einen Fernseher, einen Taschenrechner usw. Jetzt nutze ich Apps. Außerdem helfen Informationsbeschaffungsapps wie Qype, barcoo und Google den Menschen zu jeder Zeit und an jedem Ort Informationen bereit zu stellen. Das hat einen unglaublich großen positiven Effekt auf die Nachhaltigkeit unserer Gesellschaft. Smartphones machen schlau und demokratisieren, aber sowas kann man natürlich nicht berechnen.

    Man sollte die welt daher nicht schwarz-weiß sehen, sondern eher rot, gelb und grün. Und Smartphones sind in jedem Fall grün. Ist nur die frage wie grün.

    Datum: 15. Juni 2011 – 18:48 Uhr -
    • corifee schrieb:

      Dein Dritter Aspekt (Smartphones ersetzten viele andere Geräte und tragen zum ökologischeren Leben bei durch Anwendungen etc.) wird beim Eco-Index berücksichtigt - und zwar mit 25% im Sinne der Funktionlität. Ich finde das völlig überbewertet.

      Datum: 16. Juni 2011 – 17:44 Uhr -
    • Birdie schrieb:

      Zu1.) wie will denn ein mobilfunkanbieter prüfen ob der hardwarehersteller nachhaltig arbeitet. Letztlich hieße das, daß ein Abnehmer (mobilfunkanbieter) in die Lieferantenunternehmen ‘hineinregiert’. Erfolgreiche Beispiele hierfür sind mir i.E. Nicht bekannt. In entspr Verträgen finden sich zumeist Präambeln zu diesen Themen aber keine Kontroll- bzw Sanktionssysteme. Solange diese nicht Vertragsgegenstand werden, sind die Präambeln letztlich Marketinginstrumente.

      Zu2.) ein nachhaltig wirtschaftendes Unternehmen wird sich seinen ‘Grünanstrich’ IMMER teuer bezahlen lassen. Denn nachhaltig, Öko und Bio sind SEXY, liegen im Trend und dieser zahlt sich aus. …oder sind die sehr energieschonenden Macbooks etwa günstiger als die ‘Schluckspechte’ von Dell… ;-))

      Zu3.) sehr netter Ansatz!! Ja, Apps erleichtern das Leben und können Zweit- und Drittgeräte ersetzen. In der Realität haben viele neben dem iPhone aber ihre Ixus, ihr TomTom etc. Trotzdem. Denn: mehr als 60% kennen weniger als 10% der Fähigkeiten ihrer Smartphones etc…

      Datum: 5. Juli 2011 – 21:59 Uhr -
  11. Pauline schrieb:

    Generell möchte ich nun auch noch einmal bekräftigen, dass es doch durchaus zu begrüßen ist, dass die Diskussion um nachhaltige Handygeräte überhaupt ins Rollen gekommen ist… Schade ist, dass die Verbraucher sich leider noch verhältnismäßig wenig um die Nachhaltigkeit ihrer Handys sorgen… Deswegen ist jede Diskussion darüber wichtig und Aufklärungsmaßnahmen sollten weiter vorangetrieben werden. Die Rechnung ist ja bekanntlich einfach: sobald die Nachfrage nach umweltverträglichen Materialien und sozialen Produktionsbedingungen steigt, werden sich auch spätestens die Anstrengungen der Hersteller vermehren und die Entwicklung beschleunigt, grüne Modelle auf den Markt zu bringen. Dass aber natürlich nicht alle Verantwortungslast hier auf den Schultern der Verbraucher gebettet ist, sollte klar. Komplizierte Produktvergleiche sollte man von keinem Kunden erwarten, sondern mit plausiblen, unabhängigen Rankings die Transparenz des Marktes vorantreiben. Ich habe neulich einen Artikel genau hierzu im enorm-Magazin gefunden. oekom research, mit einer Bewertung des iPhones bzw. allgemein von Apple-Produkten und sogar mit einem Greenpeace-Handyranking. Der Artikel bringt auch echt erschreckende Fakten zum jährlichen Elektro-Müllberg… überrascht war ich auch, dass sogar Nachbarland Frankreich hier einen Schritt weiter ist als wir und ab Juli dort Vorschrift ist, alle Produkte mit ihrem CO2–Abdruck zu kennzeichnen.
    Mittlerweile gibt es schon die nächste enorm Ausgabe, aber hier findet man noch das erste Heft dieses Jahres: http://www.enorm-magazin.de/index.php?id=44 mit dem Artikel zur Handy-Nachhaltigkeit…

    Datum: 14. Juni 2011 – 16:29 Uhr -
  12. Rote Zora schrieb:

    Handys - umwelt - und sozialverträglich, dass ich nicht lache!

    Die WHO hat Handys/Mobilfunk erst vor kurzem als “möglicherweise krebserregend” eingestuft.

    Die EU hat eine Resolution erlassen, in dem sie einen Kurswechsel in der Mobilfunkpolitik fordert.

    Darunter fällt auch die Forderung nach einem Verbot von Handys, DECT-Telefonen oder W-LAN-Systeme sind in Klassenzimmern und Schulen.

    Es gibt bundesweit mehrer Ärzte-Appelle, die vor dieser Technik warnen.

    “Künstliche elektromagnetische Felder des Mobilfunks liegen genau im Frequenzbereich der natürlichen, die Lebensvorgänge steuernden elektromagnetischen Schwingungen. Mobilfunksender sind damit permanente Störsender für unsere biologische Lebenssteuerung. Sie zwingen den natürlichen Schwingungen der Zellen und Organe unnatürliche Schwingungen auf und veranlassen den Organismus zu Stress- und Falschreaktionen. Das hat verheerende Folgen: Zellreifungsstörungen, Blutplättchenverklumpung, Übersäuerung, Störung der Hormone z.B. für Schlafrhythmus und Krebsabwehr, Eindringen von Umweltgiften in den Gehirnkreislauf, Brüche in der Erbsubstanz usw.” (Dr. med.Wolf Bergmann)

    Mehr Infos: http://www.diagnose-funk.ch/politik/politik-int/europarat-fordert-kurswechsel.php

    Datum: 13. Juni 2011 – 23:52 Uhr -
    • Miriam Wolf, Telefónica Germany schrieb:

      Hallo Rote Zora,

      die Einstufung der WHO (und ihrer Tochterorganisation IARC) als “möglicherweise krebserregend” nehmen wir Ernst.

      Diese Einstufung bedeutet, dass nur begrenzte und unbestätigte Hinweise vorliegen. Weitere, derzeit noch laufende Langzeituntersuchungen werden dazu beitragen noch offene Forschungsfragen abschließend zu klären. Hier unterstützen wir finanziell und durch die Bereitstellung von Daten.

      Bewertet wurde lediglich die Aussagekraft wissenschaftlicher Hinweise, jedoch nicht die Größe des Risikos. So sind auch viele andere in unserem Alltag vorkommende Substanzen in der Gruppe 2B als „möglicherweise krebserregend“ eingestuft (z.B. Kaffee oder Hochspannungsleitungen).

      Die Einstufung wird als Grundlage für eine umfassende Bewertung möglicher gesundheitlicher Auswirkungen von Funkwellen dienen. Dies wird für 2012 erwartet. Nach Einschätzung der WHO sind die geltenden Grenzwerte für den Gesundheitsschutz der Bevölkerung ausreichend.

      Wer die Funkwellen im Bereich des Kopfes weiter reduzieren möchten, kann dies am Besten durch die Benutzung eines vom Hersteller zugelassenen Kopfhörers (Headset) erreichen.

      Viele Grüße,
      Miriam

      Datum: 16. Juni 2011 – 09:12 Uhr -
  13. Marlene schrieb:

    Nachhaltiger Konsum ist in aller Munde. Bio wird zum Trend und Öko ist kein Schimpfwort mehr, sondern eine Lebenseinstellung die von immer mehr gelebt wird. Trotzdem beschränkt sich unser reflektiertes Konsumverhalten in vielen Fällen rein auf Lebensmittel. Warum eigentlich, weil bio auch immer gleich mit gesund gleichgesetzt wird?

    Dass es jetzt auch in der Telekommunikationsbranche Bestrebungen gibt mehr Verantwortung zu übernehmen, begrüße ich. Der EcoIndex ist ein Schritt in die richtige Richtung. Denn er gibt mir mit der erzeugten Transparenz überhaupt erst die Möglichkeit soziale und ökologische Faktoren in meine Kaufentscheidung miteinzubeziehen. Allerdings sollte der EcoIndex zukünftig noch stärker ausgebaut werden. So stimme ich Herr Sondermann zu, dass ein branchenweiter Index mit einheitlichen Standards zu begrüßen ist. Ein Index der neben Umweltfaktoren auch stärker die Menschenrechtsfragen aufgreift und nicht nur die Produkte anderer beurteilt, sondern auch die eigenen Dienstleistungen bewertet.

    So habe ich als Konsument dann die Wahl nicht nur mein Handy nach sozialen und ökologischen Faktoren auszuwählen, sondern auch meinen Netzbetreiber. Auf diese Weise bietet man Anbietern wie O2 gleichzeitig den Ansporn, durch die Übernahme und ständige Weiterentwicklung von Verantwortung auch zu profitieren.

    Datum: 11. Juni 2011 – 12:14 Uhr -
    • corifee schrieb:

      Wo ist beim Eco-Index die Transparenz?
      Hersteller Angaben werden nacheiner bestimmten Gewichtung zu einer Zahl “verwurschtelt”, die dann am Produkt genannt wird. Leider ohne Nachvollziehbarkeit.
      Das ist für mich nicht transparent.

      Datum: 16. Juni 2011 – 17:46 Uhr -
  14. Markus Sardison, Telefónica Germany schrieb:

    Parallel zu dieser Online-Diskussion starteten wir auch über unsere Social Media Kanäle eine – nicht repräsentative, aber dennoch interessante – Umfrage zu dem Thema „Einflüsse der ökologischen und sozialen Aspekte auf die Kaufentscheidung eines Handys“. Hier der Zwischenstand: Von den über 800 abgegebenen Stimmen sind ca. 70% der Teilnehmer der Meinung, dass die Funktionalität des Handys beim Neukauf die entscheidende Rolle spielt. 11% halten den Preis für das wichtigste Kriterium. Rund 4% der Befragten nennen das Kriterium eines nachhaltig hergestellten Handys als zentralen Kaufgrund. Ca. 15% der Teilnehmer messen ökologischen und sozialen Aspekten bei ihrer Kaufentscheidung keine Bedeutung bei.

    Datum: 10. Juni 2011 – 12:07 Uhr -
    • David Sondermann schrieb:

      Vielleicht war die Fragestellung nicht präzise genug.
      Niemand kauft ein Handy, um die Umwelt zu schützen. Das wäre ja auch unsinnig.
      Ich kaufe mir ein Mobiltelfon, um zu telefonieren, E-Mails zu schreiben, im Netz zu recherchieren, meine Bahnfahrt zu planen, Artikel zu schreiben und vor allen Dingen zu spielen - wie man sieht, bin ich der typische Smartphone-Nutzer.
      Aber wenn ich ein Gerät kaufe, dann möchte ich eins mit möglichst geringen Auswirkungen auf die Umwelt.
      Ich suche mir also zuerst Geräte aus, die am besten zu meinen Bedürfnissen passen. Dann schaue ich, welches davon am besten für die Umwelt ist.
      Die beste Variante für die Umwelt ist natürlich, kein Telefon zu kaufen. Aber dann müssten wir diese Debatte nicht führen. ;-)

      Datum: 10. Juni 2011 – 14:07 Uhr -
      • Villagepieper schrieb:

        Ist es nicht irgendwie verrückt, dass die Verbraucher hier gefragt sind? Wie kann es sein, dass es - wenn denn umweltfreundliche oder sozialverträgliche Händis möglich sind - überhaupt noch unverträgliche zu kaufen gibt? Wenn entsprechende Lösungen nicht existieren, ok. Aber wenn es sie bereits gibt, warum wird sie dann nicht in allen Geräten eingesetzt, sondern nur für die mehr zahlenden Kunden bereitgestellt? Das finde ich grob fahrlässig!

        Datum: 15. Juni 2011 – 10:34 Uhr -
    • Susanne schrieb:

      Lieber Herr Sardison,
      Die Ergebnisse Ihrer Umfrage sind nicht überraschend, wenn man bedenkt, wen Sie befragt haben. Schließlich werden mit Ihren Handys ja nicht die Menschenrechte der Kunden hier verletzt. Vielleicht sollten Sie mal eine entsprechende Umfrage unter den Foxconn-Mitarbeiterinnen machen.
      Ich selbst gehöre zu der Gruppe, die nachhaltige Produktion als oberste Priorität bei der Kaufentscheidung angibt. Deswegen habe ich zu Ihren früheren Ausführungen bzgl. Ihres Engagements für Umwelt- und Sozialstandards (9.6.) eine Frage:

      Sie schreiben, Sie fordern die Einhaltung aller möglichen Standards von Ihren Zulieferern. Meine Frage dazu:
      Geben Sie denn Ihren Zulieferern auch die Möglichkeit, diese Forderungen zu erfüllen? Meines Wissens fordern Sie zusätzlich zu diesen Standards eine gute Qualität sowie sehr hohe Flexibilität und Schnelligkeit von diesen Betrieben und das zu einem sehr sehr niedrigen Preis. Diese Forderungen schließen Umwelt- und Sozialstandards quasi aus. Vielleicht können Sie uns ja einen kleinen Einblick gewähren, wie Sie Ihren Zulieferern in den letzten Monaten oder Jahren preislich und auch im Bezug auf flexible Lieferzeiten entgegen gekommen sind, um ihnen eine menschenwürdige Behandlung ihrer Arbeiterinnen zu ermöglichen.

      Datum: 22. Juni 2011 – 11:37 Uhr -
      • Markus Sardison, Telefónica Germany schrieb:

        Hallo Susanne,

        besten Dank für Ihren Diskussionsbeitrag.

        Ein guter Preis und eine gute Qualität (inkl. Einhaltung von Umwelt- und Sozialstandards) schließen sich nicht zwangsläufig aus. Unter den Lieferanten herrscht Wettbewerb, und wir stellen unsere Anforderungen an alle Lieferanten gleichermaßen. In der Vergabeentscheidung kommt schließlich der Lieferant zum Zuge, der unter Erfüllung aller unserer Anforderungen (inkl. Umwelt- und Sozialstandards) einen marktgerechten Preis hat.

        Viele Grüße

        Markus Sardison

        Datum: 22. Juni 2011 – 17:52 Uhr -
        • Susanne schrieb:

          Lieber Herr Sardison,

          Ein “guter Preis” auf dem Elektronik-Weltmarkt und Sozialstandards schließen sich meines Wissens sehr wohl aus.
          In Ihren Ausführungen schreiben nichts zu der Gewichtung: Wieviel zählen denn bei Ihrer Kaufentscheidung die Sozialstandards? Und sind Sozialstandards eher ein “Sahnehäubchen”? Oder sind sie das ausschlaggebende Kriterium?
          Mir ist klar, dass das Hauptgeschäft Ihrer Firma Elektronik ist und nicht Menschenrechte. Dennoch, als Firma mit Geschäftssitz in einem UN Mitgliedsland, bekennen Sie sich zu den grundlegenden Menschenrechten und zu gewissen Arbeitsnormen. So gesehen, dürften die Sozialstandards kein nebensächliches Entscheidungskriterium sein, sondern es müsste konsequenter Weise ein Ausschlussskriterium bei der Kaufentscheidung sein.
          Wie überprüfen Sie die Sozialstandards eigentlich vor Ihrer Entscheidung?

          Datum: 23. Juni 2011 – 19:55 Uhr -
  15. Lukas schrieb:

    Hallo Zusammen,
    eine sehr interessante Diskussion die hier abläuft. Aufgrund der breite der Thematik hier nur ein paar Einschätzungen von meiner Seite:

    - Allgemein ist es schade, dass sich die meisten Rankings und Bewertungen fast ausschließlich an ökologischen Kriterien orientieren. Wenn überhaupt wird wie hier bei 02 mal der Kongo mit Coltan (Tantalerz) und dem dadurch geförderten Bürgerkrieg erwähnt. Dass es aber in der gesamten Rohstoffextraktion, die nun mal hauptsächlich in Entwicklungs- und Schwellenländern stattfindet, strukturell menschenunwürdige Arbeitsbedingungen, was die Bezahlung und den Gesundheitsschutz angeht, herrschen und auch unbeteiligte Bürger durch Luft-, Wasser- und Bodenverschmutzung in Mitleidenschaft gezogen werden bleibt außen vor.

    - Sämtliche Hersteller, auch die mit glanzvollen CSR-Report wie Apple, berufen sich bei der Herstellung/Zusammenbau i.d.R. in Asien auf lokale Gesetzte und Mindestlöhne, die eingehalten werden. Dass diese jedoch durchweg zu niedrig sind um eine angemessene Existenz zu sichern wird ausgeblendet und dass der/die Arbeiter_innen so “freiwillig” bis zu 80 Überstunden im Monat machen ist nachvollziehbar Zudem gibt es “wirtschaftliche Sonderzonen” die häufig von den nationalen Gesetzten ausgeschlossen werden um Großunternehmen zu locken. Zu Existenzsichernden Löhnen (d.h. Geld für sich und Familie, sowie Gesundheit und auch minimale Freizeit und Sparen) bekennt sich kein IT-Hersteller!

    - Auch bin ich der festen Überzeugung, dass Unternehmen wie Apple, die im ersten Quartal 2011 6Mrd. US-Dollar Gewinn gemacht haben (95% Steigerung zum Vorjahresquartal) und 60% des Verkaufspreises eines iPhones einstreichen, durchaus die Möglichkeit haben, Gewinnmargen zu schmälern, Dividenden zu kürzen und dafür höhere Stückpreise an Zulieferer zu zahlen und Terminfristen nicht so kurz zu setzten, um diesen zu überhaupt erst zu ermöglichen faire Arbeitsbedingungen zu gewährleisten.

    - Bzgl. des Eco-Index von O2: Schön, dass es so was gibt, aber: - Die Gewichtung der Kriterien ist m.E. falsch und da sie für das einzelne Produkt/Marke nicht transparent gemacht werden, kann sich der/die Verbraucher_in auch kein eigenes Bild über die Thematik machen. Kommen die Punkte z.B durch Recyclingpapier in der Verpackung oder durch Vermeidung von Coltan aus dem Kongo? Das ist für mich schon sehr wichtig zu wissen.

    beste Grüße

    Lukas

    Datum: 9. Juni 2011 – 16:01 Uhr -
  16. Flipper schrieb:

    In nur 41 Handys steckt die gleiche Menge des Edelmetalls wie in einer ganzen Tonne Golderz. Man muss also keine tiefen Stollen graben, Berge sprengen oder aufwendig im Sand schürfen, um diesen Schatz zu heben. Der Aufwand lohnt sich in jedem Fall: Viele der verbauten Materialien sind entweder extrem teuer, nur in begrenzter Menge verfügbar - oder beides.
    Laut einer aktuellen Studie des Umweltbundesamtes fallen allein in Deutschland 600.000 Tonnen Elektroschrott jährlich an. Das sind insgesamt gut 7,5 Kilo pro Kopf. Darin stecken auch Edelmetalle wie Gold, Silber und Palladium. Besonders viel davon ist in Mobiltelefonen und Computern verbaut. Die IT-Industrie “verbraucht” schon jetzt 15 Prozent der weltweiten Kobalt-Jahresproduktion, 13 Prozent des geförderten Palladiums und drei Prozent der jährlich abgebauten Gold- und Silbervorkommen. Allein in Computern landeten im Jahr 2008 Gold, Silber, Kupfer, Palladium und Kobalt im Wert von gut 2,7 Milliarden Euro.

    Am Ende steht der Elektroschrott - und der hat es in sich: Eine Tonne Computer-Leitplatten etwa enthält 250 Gramm Gold. Zum Vergleich: Eine Tonne Erzgestein einer sehr ergiebigen Goldmine enthält gerade einmal fünf Gramm des Edelmetalls. Die Rückgewinnung des eingesetzten Goldes - sowie der anderen verbauten Rohstoffe - ist damit ein wichtiger Schritt hin zu einem nachhaltigen Umgang mit Materialien, die auf der Erde nur begrenzt vorhanden sind. Sie leistet darüber hinaus einen wichtigen Beitrag, um gefährliche Preisschwankungen auf dem Weltmarkt abzufedern.

    DESHALB will ich schon wissen wie mein handy Hersteller sich zu diesem Thema stellt.

    Datum: 7. Juni 2011 – 14:14 Uhr -
    • Online_Süchtiger schrieb:

      Hallo Flipper,

      da möchte ich Dir ausdrücklich zustimmen - und auch danken, hier mal mit ein paar Fakten zu argumentieren. Ich gebe ja zu, dass ich selbst jemand bin, der viel zu viel und am besten auch noch unterwegs online ist. Kann mich auch immer für tolle neue (ggf. auch eher unnütze Funktionen) begeistern. Aber gerade deshalb ist es (für mich) wichtig, dass man sich zwischendrin auch mal Gedanken darüber macht, was diese ganze Handy- und IT-Industrie an Rohstoffen verbraucht. Daraus folgt für mich:

      1. Bei allem Spass sollte man als Handynutzer/Konsument doch gelegentlich drüber nachdenken, ob man sein Gerät nicht doch noch ein klein bisschen länger nutzen kann. Und wenn es schon ein neues sein muss, das “alte” nicht in der Schublade vergammeln zu lassen.

      2. Wichtig ist Transparenz. Insofern ist der Eco Index ein guter Anfang. Danke O2. Was aber auch noch wichtig wäre (und da müssen ALLE Anbieter noch nachlegen) wären Tarife und Angebote, die bei denen nicht ständig neue Handys subventioniert werden. Lieber Treuprämie als neues Handy! Hätte natürlich auch was damit zu tun, wie man Marketing macht.

      3. Und schließlich müsste man bei allen negativen Seiten, die die Handyproduktion hat auch daran denken, dass man die Geräte auch dazu nutzen kann, Energie zu sparen oder sich über Produkte zu informieren etc. Barcoo z.B. ist ne tolle Geschichte. Aber da gäbs noch viel mehr. Gute Fahrgastinfos aufs Handy können öffentlichen Nahverkehr attraktiver machen - und am besten mit Carsharing oder sowas vernetzen. Und langfristig können wir unsere Stromversorgung auch über den Mobilfunk steuern. Mit Blick auf den Atomausstieg fände ich das verdammt wichtig. (vorher müsste aber sich ne Datenschutzdebatte zum Theme geführt werden!)

      @ O2: Es ist wichtig, dass Sie sich um das Thema kümmern. Vielleicht geht auch noch ein bisschen mehr. Verdammt wichtig wäre es aber, Mobilfunk/Kommunikation als Schlüsseltechnologie für die Energiewende (Stichwort Dezentralität) zu nutzen und sich zu fragen, wo kann man noch mit Handy & Co. noch ökologisch (und sozial) sinnvolle Dinge anbieten. Dazu müssen Sie nicht mal “echt Vollblut-Ökos” werden (wird ja ein Unternehme sowieso nie sein. Damit lässt sich aber langfristig vermutlich verdammt viel Geld verdienen. http://www.smart2020.org

      Datum: 10. Juni 2011 – 10:07 Uhr -
  17. Martin Regen schrieb:

    Nachhaltigkeit und Konsum schließt sich nicht gegenseitig aus. Es gibt genug nachhaltige Produkte da draußen. Dabei muss nichtmal so weit um die Ecke gedacht werden. Es geht nicht nur um die Nachhaltigkeit der Produktion wie bei Fair Trade Produkten, sondern auch um die Anwendbarkeit im Rahmen einer Energiewende. Im Rahmen von Umweltschutz. Es sind Energiesparfonds geplant für Haushalte. Deutschland muss als Vorbild in so einer Zeit vorangehen. Spendet jedem Haushalt Wasserspar Duschköpfe wie den Bubble Rain. Dämmt alle Wände. Stütz die Produktion nachhaltiger Produkte. Wir befinden uns auf einem nachhaltigen Weg ind die Zukunft. Wer sich hier sparrt, blockiert den Fortschritt.

    Datum: 7. Juni 2011 – 11:47 Uhr -
    • Achim schrieb:

      Das klingt zwar alles ganz schön, da muss ich dir rechtgeben. Ich würde sofort mitmachen, sofern das Sinn ergäbe und WIRKLICH etwas bewegen würde.

      Aber:
      Ein paar Idealisten verwenden spezielle duschköpfe und dämmen die Wände…. bravo.

      Aber dennoch schön weit weg in Urlaub fliegen und mit dem Flieger den Dreck direkt in die oberen Luftschichten Pumpen- DAS nennt man: den (vermeintlichen) Teufel mit Luzifer austreiben…

      Selbst wenn sagen wir mal im Idealfall 100 Millionen Europäer so leben wie von dir beschrieben: Solange es chinesische Städte gibt, wo man nur mit Atemschutzmaske raus kann, wg dem Dreck in der Luft, solange die Inder und andere Riesennationen die Luft aus Kostengründen verpesten, solange der Durchschnitts-Uncle Sam seinen 12 Liter Dodge färt - und so lange niemand die Waldabholzer in Südamerika stoppt- ja, solange wirken sich etwaige anstrengungen von vielen eben NICHT aus.

      Soll heissen: leider Sinnlos. Du hast dabei vllt ein gutes Gefühl weil du denkst du tust was für die Umwelt- und in Peking gibts dann 2 neue Kohlekraftwerke…..

      Datum: 7. Juni 2011 – 22:12 Uhr -
      • Sabine schrieb:

        Lieber Achim, ich stimme dir in gewisser Hinsicht zu, es gibt natürlich Industrien und Bereiche wo enorm unnachhaltig gewirtschaftet wird. Dennoch, bin ich der Meinung, dass sich jeder, egal in welcher Rolle, Beruf, Lage in seinem Umfeld nachhaltig verhalten sollte. Natürlich im Rahmen des Möglichen. Ob das nun das Konsumentenverhalten betrifft, das tägliche Verhalten gegenüber Umwelt und Mensch oder einfach die Müllentsorgung daheim. Wenn das Jeder für sich machen könnte, würde es allein in Österreich anders aussehen.
        Daneben gibt es natürlich immer die Möglichkeit sich auch beruflich zu engagieren und versuchen am System etwas zu ändern, und ja das ist möglich. Natürlich wird einer alleine nicht viel ausmachen, aber die Masse schon, und die Masse beginnt mit einem. Was Proteste bewirken können hat man immer wieder gesehen.
        Betreffend der Unternehmen erwarte ich mir Transparenz und pro-aktives Verhalten in Richtung Nachhaltigkeit. Ich bin in der Forschung zu diesem Thema tätig und habe mich daher eingehend mit dem Thema Nachhaltigkeit, CSR und auch dem nachhaltigem Konsumentenverhalten auseinandergesetzt. Leider glauben viele Konsumenten sie hätten keine Macht, keine Wahl und sind im System gefangen. Das stimmt aber nur zum Teil. Es gibt nachhaltige Produkte, eine nachhaltige Lebensweise ist möglich. Mein Kauf ist mein Wahlzettel, ein Unternehmen lebt vom Absatz, und der kommt vom Kunden.

        Somit ist es sinnvoll, dass jeder Einzelne seinen Beitrag leistet. Nur dadurch kann eine Masse entstehen. Zusätzlich bewirkt ein verändertes Verhalten eines Einzelnen auch eine Veränderung, ein Interesse oder einfach nur ein Aufmerksam machen in dessen Umfeld.

        Ein kleiner Stein zieht auch Kreise!

        Datum: 8. Juni 2011 – 20:45 Uhr -
  18. martinderm schrieb:

    Also meine Nokia und Sonyericsson Smartphones sind schon sehr Langlebig. Einzig mein p800 wurde durch einen sturz auf einen Steinboden kaputt, E71 und C6-00 halten sogar das aus.

    Der Vergleich mit der Waschmaschine etc. hinkt trotzdem da man ja vom Netzbetreiber in der Regel alle 2 Jahre zu einem neuen Gerät genötigt wird. (die Gutschriften sind zumindest in Österreich ein Witz.

    Und auch wenn das einzelne Gerät nur minimale Auswirkungen auf die Umwelt hat, spielt die Masse der verkauften Geräte sehr wohl eine Rolle.
    Deswegen müssen auch die Hersteller von Smartphones auf Nachhaltigkeit, Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit achten. Und zwar bei der gesamten Produktpalette und nicht nur bei einzelnen Modellen.

    Wenn genügend Konsumenten darauf achten wird es auch unabhängige Kontrollinstanzen geben. Aber auch heute kann man sich gut ein Bild machen wenn man mehrere Quellen heranzieht.

    Datum: 7. Juni 2011 – 10:14 Uhr -
  19. Siegmar schrieb:

    Als Endkunde interessiert mich der Eco Index null! Für so Aussagekräftig halte ich auch nicht da mir keiner sagt ab wo z. B. Aspekte Rohstoffe und Auswirkung der Herstellung überprüft werden! Ich weiß welcher Aufwand an Energie, Rohstoffen und Zeit notwendig ist um Microchips herzustellen, da halt ich 26% anteil an der Eco Index Bewertung für zu gering!
    Und warum soll jemand der für ein I-Phone GS4 etwa 800 Euro bezahlt, sich Gedanken über sowas machen? In der Herstellung kostet das Ding 160 Euro. Das ist das fünffache! Wenn jeder Hersteller sich für ach so nachhaltig hält könnte er ja für jedes verkaufte Smartfone zum Beispiel 40% des Gewinnes in anerkante Projekte die sich mit Nachhaltigkeit und Zukunftsorietierung investieren!
    Und zum Thema Eco und O2, vielleicht ein bissl weniger Papierwerbung und das gesparte Geld in den defenitiv notwendigen Ausbau des Netzes investieren halte ich da für sinnvoller als solche laberrunden vom Stapel zu lassen!
    Das mit der Nutzung ist so, mein I Phone kann alles was ich mir erträumen kann und das ist auch im Thema Nachhaltigkeit hoch anzurechnen. Aber eine Kette ist nur Stark wie sein schwächstes Glied, hm… und wenn dann Anwendungen nicht ausgeführt werden können weil keine Netzverbindung besteht dann kann ich auch wieder Rauchzeichen geben!!
    Thema Entsorgung Deutschland hat es geschafft trotz des Protestes der Hersteller, Händler und Verbraucher geschafft ein Pfandsystem für Einwegflaschen einzuführen…! Und das funktioniert! Warum nicht ein Pfandsystem für Handys einführen? Das scheint noch nicht so lukrativ zu sein. Sonst würde es das schon lange geben! Recycling- programme von Netzanbietern? noch nie gehört! Vielleicht sollte man dafür ma bissl Werbung machen! Und warum soll ich noch das was ich teuer gekauft habe euch dann für nen Witz von einem apfel und einem Ei wieder zu geben, damit ihr damit wieder viel Geld verdienen könnt liebe Anbieter?

    Datum: 6. Juni 2011 – 20:29 Uhr -
  20. Achim schrieb:

    Umweltschutz bei Handys: Teilweise Etikettenschwindel.

    Es springt doch jeder mittlerweile auf den “Umwelt-Zug” auf. Ich habe auch mal spasseshalber den NABU-Index für Handys angesehen und musste feststellen dass manche bewertungen extrem willkürlich waren und nicht den tatsachen entsprachen.

    Grundsätzlich ist das alles kokolores- gerade bei Handys! Ob nun ein Handy 0,5 Watt weniger Strom aufnimmt, wenns am Stecker hängt oder mit Wasserfarbe lackiert ist- wen juckt das? Das ist alles nur verkaufs-Masche um den Leuten in den Kopf zu Pflanzen: “Ja, die sind sozial und engagiert, die tun was…”

    Es gibt grössere Geräte wo sich das wirklich auswirken könnte: Kühlschränke, Waschmaschinen, etc.

    Die Handys heute sind auf Verfall und Kurzlebigkeit gebaut. Ich denke, mein HTC Desire wird es NICHT bis 2015 schaffen- mein damaliges Motorola V50 aus dem Jahr 2000 funktioniert heute noch…

    Also: Die Kirche bitte im Dorf lassen - man kanns auch übertreiben mit dem “Umweltschutz”…

    Noch etwas: Ich hoffe, ich muss nicht mehr lange von ach so gefährlichen Ozon-LöCHERN lesen- denn: Ozonlöcher gibt es nicht- wäre da nämlich echt ein LOCH, dann ist dort keine Atmosphäre. Unsere Atmosphäre ist jedoch noch intakt- folglich kann auch kein Loch entstehen. Das hat eine Nobelpreisträgerin mal in einer Rede klargestellt- aber die “Umweltler” bereiten darüber natürlich lieber den Mantel des Schweigens und schüren die ängste der Allgemeinheit.

    Nicht übertreiben- sonst kommt man aus dem Analysieren, was nun umweltfreundlich ist und was nicht, nämlich nichtmehr heraus und versäumt etwas ganz wichtiges: Das Leben

    :-)

    Datum: 6. Juni 2011 – 18:42 Uhr -
    • Jürgen schrieb:

      Moin Achim,

      > Es gibt grössere Geräte wo sich das wirklich auswirken könnte:
      > Kühlschränke, Waschmaschinen, etc.

      Das stimmt absolut nicht. In den Elektro-Großgeräten sind - in Relation zum Handy - kaum Edelmetalle und Schadstoffe verbaut. Gerade die von Dir genannten Kühlschränke und Waschmaschinen bestehen größtenteils aus relativ reinem Blech (Stahl, gewalzt) und Kunststoff (Kühlschrank). Motoren sind klassisch aus Metall und Kupfer. Elektronik? Naja, ein Scherz im Vergleich zum Handy, selbst modernste Waschmaschinen arbeiten mit 8-Bit Prozessoren, weil´s mehr einfach nicht braucht.

      Zur Produktion eines einzigen Handy-Akkus werden mehr Rohstoffe benötigt und mehr Umweltbelastungen erzeugt als für die Produktion eines ganzen Geschirrspülers (entsprechender Vergleich war vor Monaten auf Heise zu lesen).

      Und in Anbetracht der Tatsache, daß die meisten Menschen ihren Kühlschrank etc. alle 10 Jahre tauschen, das Handy aber gern alle 10-20 Monate, so sehe ich doch die Probleme ganz klar eher bei den Consumer-Geräten.

      Weiteres Beispiel: Fernseher… “früher” holte man sich eine geile Röhrenglotze für durchschnittlich 10 Jahre Betrieb, heute wechseln viele ihre Flachbildgeräte alle 2 Jahre… weil´s ja immer größer/besser/bunter/3D-iger usw. sein muß.

      Gruß, Jürgen

      Datum: 8. Juni 2011 – 10:20 Uhr -
  21. Maddin schrieb:

    Ich kaufe meine Geräte nach dem Preis-/Leistungsverhältnis. Alles andere ist mir egal. Es müssen festgelegte Funktionen vorhanden sein, Das Design (Stickwort Habtik) muss stimmen und der Preis entscheidet zuletzt. Ich mache das bei allen Dingen so und kaufe was mir gefällt. Um Öko sollen sich Greenpeace und die Grünen kümmern. Bisher habe ich noch nie ein eigenes Handy entsorgen müssen, da diese immer funktionierten. Diese habe ich dann gebraucht verkauft oder weitergegeben. Desweiteren wird man auch so gut wie garnicht darauf aufmerksam gemacht, dass man Geräte bei o2 und Co. wiederverwerten kann. Es gibt außerdem andere Bereiche, in denen man viel mehr “Müll” sparen kann. Lebensmittel z.B.: Müssen Cornflakes in einer Tüte umschlossen von einem Karton verpackt sein? Müssen Getränke in Glas-, Einweg-Plasitk- und Mehrweg-Plastik-Flaschen verkauft werden?

    Datum: 6. Juni 2011 – 16:46 Uhr -
    • Schboldt schrieb:

      Hallo Maddin,

      ich finde Deine Sichtweise etwas verkürzt. Zu dem letzten Punkt, dass man in anderen Bereichen mehr Müll sparen kann, hat Flipper eben einen guten Punkt gemacht.

      Aber insbesondere Deine Auffassung, dass sich “um Öko die Grünen kümmern sollen”, ist etwa so, wie zu sagen dass sich um die Erziehung Deiner Kinder der Kindergarten und um einen gerechten Umgang untereinander die Richter kümmern sollen. Du sprichst Dich damit von jeglicher Verantwortung frei- und entmündigst Dich dadurch auch irgendwie, oder nicht?

      Dass du einen gewissen Einfluss hast, mt Deiner Kaufentscheidung kannst Du ja nicht leugnen.

      Dass Preis und Leistung ganz oben stehen kann ich gut nachvollziehen…da gibt es eben unschlagbare Geräte. Hier sind die Anbieter gefordert gute Produkte zu entwickeln…fair heisst nicht gleich teuer. Dennoch ist auch ein Zeichen des Marktes gefragt, dass signalisiert, dass hierfür Interesse besteht.

      Deine Meinung hierzu würde mich interessieren.

      Datum: 7. Juni 2011 – 19:20 Uhr -
  22. barracuda317 schrieb:

    Kauf: Seit einigen Jahren nutze ich bereits mein SE K800i. Aus diesem Grund stellt für mich Nachhaltigkeit keine Kaufkriterium dar. Ein Handy sollte mich aus eigenem Interesse möglichst lang zufrieden stellen, und damit werden die Ressourcen nur für dieses Handy verbraucht. Neue Handys zur Vertragsverlängerung habe ich bisher nicht gebraucht, und gern eine entsprechende Rechnungsgutschrift angenommen. Weniger Handys zu kaufen/verkaufen wäre damit die sinnvollste Methode, Ressourchen zu sparen. Dabei ist es wichtig, die Lebensdauer von Handys durch hochwertige Verarbeitung zu erhöhen.

    Nutzung: SIcherlich gibt es einige nützliche Apps, die die Mobilität der Nutzer fördern, und mögliche Wege überflüssig machen. Durch den Spieltrieb ist es jedoch naiv, Apps als Nachhaltigkeitsprodukte vermarkten zu wollen. Letztlich ist doch viel Bequemlichkeit und Spaß dabei, und weniger der ökologische Mehrwert.

    Entsorgung: Bisher habe ich 2 Handys über die O2-Recyclingtüte dem Kreislauf wieder hinzugefügt. Dabei war mir wichtig, die Handys einfach, bequem und kostenfrei versenden zu können. Die weiteren Arbeitsschritte erledigt O2 für mich, wogegen ich bereit bin dem Unternehmen die Rohstoffe zu überlassen. Zum Beitrag von Herrn Humpert möchte ich hinzufügen, dass der WWF auf seiner Homepage selbst für die Partnerschaft mit O2 wirbt.

    Datum: 6. Juni 2011 – 15:42 Uhr -
  23. Ben Humpert schrieb:

    Zum Thema “Kauf” kann ich nur meiner abgegebenen Stimme entsprechend antworten: Erst Funktionalität und dann Umweltverträglichkeit. Selbst wenn ein Handy aus erneuerbaren Materialien hergestellt und biologisch abbaubar wäre, es aber kaum Funktionalität im Sinne von vielen Apps, leichter und problemloser Bedienung, etc. bietet würde ich es nicht kaufen, denn was bringt mir ein noch so grünes Gerät, wenn es nicht kann was ich will?
    Würde es beispielsweise ein iPhone 5 für 599 Euro und ein iPhone 5 “green” für 699 Euro geben, letzteres mit umweltverträglicheren Materialien, Produktion aus erneuerbaren Energien, etc. dann würde ich auch letzteres kaufen - soetwas gibt es aber leider nicht!

    Thema “Entsorgung”: Warum sollte ich den Mobilfunkunternehmen wertvolle Ressourcen und somit Geld schenken? Schließlich muss ich z.B. im Ausland Roaming-Gebühren bezahlen, obwohl ich im Netz meines Anbieters bin (beispielsweise Telefónica in DE und ES oder Vodafone in DE und UK), oder ich werde über den Tisch gezogen, indem nun Tarifwechsel urplötzlich erst nach Ablauf der Mindestvertragslaufzeit möglich sind - ohne vorherige Ankündigung oder Frist.
    Die Recyclingstation der Anbieter haben nichts mit Umweltschutz zu tun sondern eher mit einer weiteren Einnahmequelle. Ein auf dem Sperrmüll abgegebenes Handy wird ebenso recycelt, um aber auch noch etwas Gutes zu tun, sollte man die Geräte lieber direkt an z.B. den WWF oder andere Natur- und Tierschutzorganisationen spenden, bzw. an Recyclingdienste, die die Gewinne an eben solche Organisationen spenden.

    Datum: 6. Juni 2011 – 12:56 Uhr -
  24. Torsten Mertz schrieb:

    Nachhaltigkeitskommunikation

    Als langjährigem O2-Kunden ist mir bislang noch nicht aufgefallen, dass Ihr Unternehmen im Bereich der Kundenkommunikation auf nachhaltige Produkte oder Dienstleistungen aufmerksam gemacht hätte. Vielleicht ist Ihr Engagement in diesem Bereich ja auch erst im Aufbau begriffen. Aber neben den Tarif- und Geräte-Angeboten, die Sie über Newsletter, SMS oder auch auf der Website verbreiten, wären meines Erachtens auch Hinweise auf ökologische oder nachhaltige Angebote sehr sinnvoll. Oder auch - unterhaltsam umgesetzte - Verhaltenstipps, etwa was das Energiesparen angeht. Die Verbraucher sollten mehr animiert werden. Daraus ist aber nicht zu folgern, dass Ihr Unternehmen nicht unbedingt in Vorleistung gehen muss - sei es durch Einfluss auf die Lieferkette (Stichwort umwelt- und sozialverträgliche Produktion) oder durch klimaschonende Dienstleistungen, etwa beim Bezug des Stroms für das Mobilfunk-Netz.

    Datum: 6. Juni 2011 – 09:34 Uhr -
    • Miriam Wolf, Telefónica Germany schrieb:

      Hallo Hr. Mertz,
      Danke für Ihren Beitrag. Es ist für uns wichtig zu wissen, dass unsere Kommunikation zum Thema Umwelt unsere Kunden noch nicht gut genug erreicht. Denn wir tun bereits einiges:

      Beispielsweise bekommt jeder Kunden, der ein Handy bei uns kauft, die Recyclingtüte automatisch mitgeliefert.

      Insbesondere mit dem Eco Index, den es seit Mai gibt, bieten wir unseren Kunden gezielt Informationen zu Handys, Smartphones und Co. Im Online-Shop ist der Index automatisch neben den Geräten abgebildet. Bald wird es diesen auch in den Shops geben.

      Darüber hinaus weisen wir auch immer wieder auf unserem Facebook Channel auf Umweltthemen hin (zuletzt beispielsweise über den EcoIndex und die WWF Earth Hour), und in unserem e-Magazin “can do”. Am 6.7. erscheint die nächste Ausgabe mit zahlreichen Umweltthemen rund um die diesjährige Umwelthauptstadt Hamburg.

      In unserem Corporate Responsibility Report ist ausführlich beschrieben, was Telefónica alles in diesem Bereich unternimmt. Bald erscheint eine ganz aktuelle Kurzversion der Website; falls Sie daran Interesse haben, schicken Sie mir doch gerne Ihre Anschrift an meine E-mail-Adresse (miriam.wolf@o2.com).

      Viele Grüße,
      Miriam Wolf

      Datum: 8. Juni 2011 – 18:34 Uhr -
      • Tobias Daur schrieb:

        Hallo Frau Wolf,

        Es ist schlimmer: Auch dieses Projekt findet sich auf Ihrer Website nur im deep link. Nicht auf Ihrer Startseite und auch nicht im Flyer bei der letzten Telefonrechnung.
        Und im Shop habe ich jetzt wahllos 10 Mobiltelefone ausgewählt und nur bei einem einen Indexwert gefunden - eine Kampagne, die zeigt, wie ein Unternehmen Verantwortung übernimmt sieht anders aus.

        Der Index selbst ist, was den gewählten NGO-Partner, die beschriebene Struktur und die Ausführlichkeit der Dokumentation des Aufbaus angeht, wirklich beeindruckend.
        Nicht so toll ist, dass das Ergebnis am Ende in Form von einer einzigen gerätespezifischen Zahl publiziert wird. Sie verstoßen gegen das LOHAS Kriterium der Transparenz und der Eigenverantwortlichkeit bei der Gewichtung.
        Ich möchte nach einem Klick auf den Wert im Shop zumindest eine Übersicht der bei den einzelnen Kriterien erreichten Werte sehen (Kongoblutfaktor: 3, Recyclinganteil: 4,2 Energieeffizenz 1,2 oder ähnlich).
        Am liebsten wäre mir eine Übersicht, wie sie der VCD bei Autos vormacht: Ich brauche ein Mobiltelefon mit folgenden technischen Eigenschaften, bitte zeige mir das ökologischste seiner Klasse.

        Aber das können Sie ja noch nachbessern, oder?

        Viele Grüße

        Tobias Daur

        Datum: 13. Juni 2011 – 15:22 Uhr -
        • Miriam Wolf, Telefónica Germany schrieb:

          Hallo Herr Daur,

          auf dem Unternehmensportal ist die Diskussion gleich auf der Startseite gefeatured (http://www.telefonica.de). Aber ich verstehe den grundlegenden Punkt, dass der “klassische Kunde”, der sich nicht aktiv über solche Themen informiert, wahrscheinlich wenig von diesem Engagement erfährt. Hier sind wir dran!

          Was den Eco Index angeht sind wir in der Tat darum bemüht diesen konstant weiterzuentwickeln. Mit einer der Hauptgründe, warum wir diese Diskussion hierfür.

          Nach der Diskussion werden wir die einzelnen kritikpunkte und Ideen auswerten und im relevanten Team besprechen.

          Deshalb besten Dank für Ihre Anregung!

          Viele Grüße,
          Miriam Wolf

          Datum: 16. Juni 2011 – 11:36 Uhr -
  25. Dr. Markus Sardison, Umweltmanager Telefónica Germany schrieb:

    Hallo und herzlich Willkommen zu einer neuen Diskussionsrunde auf diskutiere.de!

    Dieses Mal geht es um Nachhaltigkeit in der Telekommunikationsbranche. Was verbinden Sie mit dem Begriff Nachhaltigkeit im Zusammenhang mit Telekommunikation? Welche Erwartungen haben Sie? Wie wichtig ist Ihnen entsprechendes Engagement? Und wie bewerten Sie bereits bestehende Ansätze wie z.B. den Eco Index von O2? Das sind nur einige Fragen, die wir hier zusammen mit Ihnen diskutieren können.

    Eine möglichst gute Umsetzung der Idee von Nachhaltigkeit ist ein gemeinsamer Lernprozess und lebt vom kritischen Dialog. In diesem Sinne kommt es auch darauf an, ein Forum für möglichst viele Perspektiven zu schaffen. Diese Plattform soll ein solches Forum sein. Wir sind sehr gespannt auf Ihre Meinungen, Erfahrungen, Anregungen, Kritik - auf Ihre Perspektive - und freuen uns auf eine spannende Diskussion!

    Viele Grüße und viel Spaß beim Diskutieren,
    Markus Sardison

    Datum: 6. Juni 2011 – 08:21 Uhr -
    • Ellen Maria Pancke schrieb:

      Bei allem, was ich hier lese, gehen mir zuerst die Arbeitsbedingungen im Herstellungsverlauf durch den Kopf, sowohl bei der Rohstoffbesorgung, als auch bei der Verarbeitung, mir liegt besonders viel an sozial verträglichen Arbeitsbedingungen, das die Guten, die sich hier u.a. für uns ins Zeug legen anständig behandelt werden, also fair, genug von Allem bekommen, was sie brauchen und zufrieden leben können. Desweiteren finde ich das Prinzip Cradle to Cradle sehr gut und frage mich, ob das zur Anwendung kommen kann. Solargeräte wären auch sehr praktisch.

      Datum: 7. Juni 2011 – 00:52 Uhr -
    • Sabine schrieb:

      Hallo Herr Sardison,

      Ich bin in der Forschung tätig zu den Themen, CSR, Nachhaltigkeit, nachhaltiges Konsumentenverhalten. Ich habe schon sehr häufig über die Verwendung von Coltan in Handys gelesen, wobei ein Großteil des Erzes im Kongo abgetragen wird. Hier ist mir bekannt von Firmen die alle möglichen Geschäfte abwickeln um an das Coltan zu kommen. Die Situation im Kongo ist Ihnen denke ich bekannt. Mich würde interessieren, wie distanziert sich Ihr Unternehmen von diesen Geschichten, die immer wieder im Zusammenhang mit Mobiltelefonen auftauchen? Wie kontrollieren Sie die Herstellungskette? ich würde mir von einem nachhaltigen Telekommunikationsunternehmen erwarten, dass es 1) CSR implementiert hat, das heißt im Unternehmen selbst die Prinzipien der Nachhaltigkeit lebt (Mitarbeiter, Umweltpolitik, Standort, Gebäude, Resourcenverbrauch, Kantine,…) , 2) die verkauften Produkte nachhaltig erzeugt und vertrieben werden (sprich woher kommen die Ressourcen, wer verarbeitet sie und wie, etc.) und 3) über sein CSR Engagement kommuniziert!

      Mir ist natürlich klar, dass dies in Zeiten der Gewinnmaximierung sehr schwierig ist. Wenn eine Mehrheit der Konsumenten ein gewisses Mobiltelefon verlangt, fühlt sich das Unternehmen wohl gedrängt dieses auch anzubieten um wettbewerbsfähig zu sein. Dennoch, es besteht schon eine gewisse Konsumentenschichte die eine nachhaltige Positionierung schätzt. Vielleicht kann auch das Unternehmen zu mehr Motivation der Konsumenten beitragen.

      vielen Dank, Sabine

      Datum: 8. Juni 2011 – 21:48 Uhr -
      • Markus Sardison, Telefónica Germany schrieb:

        Hallo Sabine,
        besten Dank für Ihren Diskussionsbeitrag und Ihre Fragen.

        Nachhaltigkeit ist Teil unserer Geschäftsgrundsätze, und den Anspruch der Nachhaltigkeit erheben wir auch gegenüber unseren Zulieferern. Konkret haben wir Richtlinien zur ökologischen und ethischen Beschaffung festgelegt. Sie sind feste Bestandteile unserer Lieferantenverträge und aller neuen Ausschreibungen. Unsere ökologische Beschaffungsrichtlinie schreibt vor, dass unsere Lieferanten über ein Umwelt- und Qualitätsmanagement verfügen, das mit unserer Zertifizierung nach ISO 14001 vergleichbar ist. Außerdem erwarten wir von ihnen, dass sie ihre Umweltmanagementsysteme kontinuierlich verbessern. Damit wollen wir sicherstellen, dass die Rohstoffe und Materialien, die bezogen werden, unter ökologisch einwandfreien Bedingungen abgebaut beziehungsweise produziert worden sind. Unsere ethische Beschaffungsrichtlinie orientiert sich an der Menschenrechtserklärung der Vereinten Nationen und an den Standards der International Labour Organization (ILO). Sie schreibt angemessene Arbeitsbedingungen und angemessene Entgelte vor. Außerdem verbietet sie jegliche Form von Kinderarbeit und Diskriminierung. Im Jahr 2010 wurden eine Reihe unserer Zulieferer auf die Einhaltung dieser Vorgaben und die Implementierung der Managementsysteme über unseren Mutterkonzern Telefónica S.A. geprüft.

        Was die Verwendung von Coltan angeht, so setzen wir uns über unseren Mutterkonzern Telefónica S.A. innerhalb der Brancheninitiativen Global e-Sustainability Initiative (GeSI) und der Electronic Industry Citizenship Coalition (EICC) dafür ein, die negativen gesellschaftlichen und ökologischen Auswirkungen des Abbaus dieses Rohstoffes zu reduzieren. Die Nutzung von Metallen aus kritischen Bergwerken in der Demokratischen Republik Kongo wird von Telefónica ausdrücklich nicht unterstützt. Wir verlangen in regelmäßigen Abständen schriftliche Bestätigungen von unseren Lieferanten, dass sie nicht mit Metallen arbeiten, die aus diesen Quellen stammen. Um hier ein höheres Maß an Kontrolle zu erreichen, besteht ein wichtiges Ziel der gemeinsamen Arbeitsgruppe von EICC und GeSI in der Rückverfolgbarkeit des eingesetzten Coltans. Anfang 2010 hat Telefónica S.A. gemeinsam mit anderen Unternehmen der Branche einen Kooperationsvertrag zum Aufbau eines Tracing-Systems für Tantal und Coltan und andere seltene Erden mit der britischen Nichtregierungsorganisation ITRI unterzeichnet, die ein Pilotprojekt in der Demokratischen Republik Kongo gestartet hat. Der von der Bundesanstalt für Geowissenschaften im März 2010 vorgestellte chemische Fingerabdruck für Coltan könnte darüber hinaus zukünftig helfen, die Transparenz in der Lieferkette zu erhöhen.

        Informationen zu unserem weiteren Engagement finden Sie unter http://www.telefonica.de/verantwortung und in Kürze in unserem neuen CR-Report.

        Viele Grüße,
        Markus Sardison

        Datum: 9. Juni 2011 – 16:56 Uhr -
    • David Sondermann schrieb:

      Hallo Herr Sardison,

      ich finde es gut, dass Telefónica den Versuch wagt, seine Kunden über die Umweltvertäglichkeit der angebotenen Mobiltelfone zu informieren. Allerdings gibt es ein paar Punkte, die verbesserungswürdig erscheinen. Teilweise wurden diese Themen schon angesprochen.
      Ich hoffe, dass nicht nur Telefone, sondern auch andere Endgeräte wie DSL-Modems bewertet werden.
      Es sollte deutlich gemacht werden, wie die Gewichtung der einzelnen Kriterien des Eco Index zustande gekommen sind. Ein ausführlichere Erläuterung der Kriterien ist aus meiner Sicht ebenfalls notwendig. Was ist z.B. mit “Lieferantenmanagement” gemeint? Fällt unter diesen Begriff auch die Mitarbeiterfürsorge in den Vorketten? Es ist allgemein bekannt, dass die Arbeitsbedingungen in den meist asiatischen Produktionsstätten immer wieder Thema von Menschenrechtsdebatten sind - viel zitiertes Beispiel FOXCONN. Aber auch die Bedingungen der Arbeiter bei der Gewinnung der Primärrohstoffe sollte berücksichtigt werden.
      Für jedes Gerät, das eine Bewertung nach dem Index erhalten hat, sollte im Detail erläutert werden, warum es zu dieser Bewertung gekommen ist. Wenn ein Mobiltelefon eine Bewertung von 3,9 erhalten hat, bin ich noch genauso schlau wie vorher. Warum hat das Telefon keine 5,0 erhalten. Was ist an dem Gerät aus Umweltsicht bzw. nach sozialen Gesichtspunkten gut, was schlecht?
      Der Eco Index sollte in Ihrem Online-Shop deutlicher hervorgehoben werden. Ich habe lange nach einem Gerät mit Eco Index gesucht und den Index dann doch beinahe übersehen.
      Es wäre auch sinnvoll, wenn die Mobilfunkanbieter eine gemeinsame Initiative zur Umwelt- und Sozialbewertung von Produkten in Angriff nehmen. Ihre Konkurrenz arbeitet z.B. mit dem Nabu zusammen. Warum nicht also die Aktivitäten bündeln und gemeinsam verbessern?
      Einen Punkt, den ich besonders vermisse, ist die Bewertung Ihrer eigenen Produkte, nämlich Ihrer Dienstleistungen. Andere - in diesem Fall die Hersteller von Mobiltelefonen - zu bewerten ist “einfach”. Wie sind die Umweltauswirkungen, wenn ich über O2 telefoniere oder mit Alice ins Netz gehe - abgesehen von der Endgerätenutzung? Wie viel Energie verbraucht die Mobilfunkstation, die meine Telefonate überträgt? Wie “grün” ist das Rechenzentrum, das dafür sorgt, dass der Musikdownload bei mir ankommt? Wie umweltvertäglich ist der Betrieb der Kantine Ihres Callcenters?
      ich bin gespannt, wie sich der Eco Index entwickelt.

      Datum: 9. Juni 2011 – 23:14 Uhr -
      • Markus Sardison, Telefónica Germany schrieb:

        Hallo Herr Sondermann,

        vielen Dank für Ihre Anregungen, die wir gerne prüfen werden. Über eine Ausweitung des Eco Index auf weitere Endgeräte denken wir bereits nach. Im Hinblick auf die Darstellung/Erklärung des Eco Index wollten wir es einerseits einfach und übersichtlich halten, gleichzeitig aber auch Transparenz bezüglich der dahinter stehende Methodik herstellen. Hier kann man sicherlich nachsteuern, so etwa bei der optischen Darstellung im Internet, evtl. auch im Hinblick auf eine größere Detailtiefe bei den Erläuterungen und den Bewertungen. Ich denke, dass wir uns hier im Spannungsfeld zwischen übersichtlichen, leicht verständlichen Informationen auf der einen Seite und dem berechtigten Interesse nach Detailinformationen auf der anderen Seite bewegen. Hier einen guten Kompromiss zu finden, ist nicht einfach, aber wir arbeiten weiter daran. Für Ihre Ideen dazu und die der anderen Diskussionsteilnehmer sind wir sehr dankbar.

        Nicht ganz nachvollziehen kann ich Ihren letztgenannten Punkt, nämlich die angeblich fehlende Bewertung unserer Produkte und Dienstleistungen. In unserem jährlich erscheinenden CR-Report gehen wir detailliert darauf ein, wie sich unsere Geschäftstätigkeit auf die Umwelt auswirkt, wo wir besser geworden sind und wo wir unsere Ziele nicht erreicht haben. Der nächste Report wird übrigens in Kürze veröffentlicht. Darin finden sich – wie auch in den vergangenen Jahren – z.B. detaillierte Angaben zu unserem Gesamtstromverbrauch und die Aufteilung etwa auf Netzwerke, Büros/Call Center und Shops. Außerdem etwa die Information, dass rund 60% unseres Gesamtstromverbrauchs aus regenerativen Energiequellen stammt. Ferner machen wir beispielsweise Angaben zu unserem Umweltmanagementsystem, unseren Lieferketten, den produzierten Abfallmengen, den Umgang mit Elektroschrott, unser Handyrecyclingprogramm u.v.m. Über die Aufnahme weiterer Indikatoren und Informationen lohnt es sich sicher nachzudenken. Eine ganze Reihe der von Ihnen angeregten Informationen wird aber in jedem Fall bereits veröffentlicht.

        Viele Grüße
        Markus Sardison

        Datum: 10. Juni 2011 – 13:27 Uhr -