Langfristige Partnerschaften für Sozialunternehmen besonders interessant

Herausforderungen von Sozialunternehmen

Das Spektrum von Sozialunternehmen ist sehr groß. Zu ihnen gehören zum einen große Wohlfahrtsverbände und Trägereinrichtungen. Da deren Einkommensströme durch gesetzliche Regularien definiert sind, besteht  die  Herausforderung hier, dass sie ihre interne Organisationsstruktur ökonomisch effizient und leistungseffektiv ausrichten. Zu den Sozialunternehmen gehören aber auch viele kleine Organisationen, für die keine Regelfinanzierung gilt. Sie finanzieren sich aus öffentlichen und privaten Projektmitteln, aus Spenden, Stiftungen, Unternehmenspartnerschaften oder eigenen wirtschaftlichen Erträgen. Sie bewegen sich oft auf sehr dünnem Eis. Hierbei ist zudem zu beachten, dass aus öffentlichen Finanzierungen und Stiftungsfinanzierungen keine Erträge gebildet werden können - sondern nur Ausgaben finanziert werden. Zudem schränkt das Gemeinnützigkeitsrecht die Bildung von Rücklagen sehr ein. Ein weiteres Problem vor dem viele Sozialunternehmen stehen, ist die fehlende Planungssicherheit. Öffentliche Förderung und Stiftungsförderung sind in aller Regel nur auf 1-2 Jahre angelegt. Vor diesem Hintergrund sind Partnerschaften mit Unternehmen insbesondere langfristige Partnerschaften für nicht regelfinanzierte Sozialunternehmen besonders interessant.

Grundsätzlich sollten Partnerschaften zwischen Unternehmen und Sozialunternehmen auf win-win Prinzip basieren. Mithin sollte von Anfang an die Partnerschaft über eine reine finanzielle Transaktion hinaus angelegt sein. Unternehmen können für Sozialunternehmen Dienstleistungen übernehmen (Werbung), sie können Technik, Räume und Personal zur Verfügung stellen. Umgekehrt können Sozialunternehmen klassischen Unternehmen viel mehr bieten, als öffentlichkeitswirksame Platzierung des Partnerlogos. So verfügen viele Sozialunternehmer über spezifisches Knowhow - welches in klassischen Unternehmen nicht zur Verfügung steht. So haben sie beispielsweise Zugänge zu Zielgruppen und Stakeholdern aufgebaut, die für Unternehmen von Interesse sein können. Zudem können Sozialunternehmen Ihren Partnern “Lernräume” zur Verfügung stellen, die in die Personalentwicklungsstrategien eingebaut werden. iq consult steht mit den Entscheidungsträgern seiner Projektpartner in intensiven Dialog bereits während der Projektentwicklung. Der Einsatz des Know-Hows der Unternehmen ist wesentlicher Bestandteil der Projekte (z.B. Mentorenprogramme, Einsatz von Technik etc.).

Digitales Arbeiten

Die Arbeitswelt von Sozialunternehmen ist heutzutage genau wie die von klassischen Unternehmen technologisch entwickelt und der Einsatz digitaler Technik integraler Bestandteil der sozialunternehmerischen Arbeitswelt. Teilweise wird sie wie in vielen klassischen Unternehmen zur Optimierung von Kernleistungsprozessen genutzt. Zudem gilt für viele sozialinnovative Unternehmen, dass der Kern der Leistung auf dem Einsatz digitaler Technik beruht oder anders ausgedrückt - ohne digitale Technik die Leistung nicht angeboten werden könnte (betterplace.org, transfair.co, knowable.org, Photocircle.net).

CSR

Der Stellenwert von CSR wird immer größer - inzwischen spricht man  von Shared Value. D.h., gesellschaftliche Verantwortung soll in allen Leistungs- und Lieferprozessen des Unternehmens eine Bedeutung haben. Hintergrund ist unter anderem das zunehmend bewusste Konsumverhalten der Verbraucher. Mithin steigt auch hier der Bedarf klassischer Unternehmen an Partnerschaften mit Sozialunternehmen.